Rhus toxicodendron L. (Giftsumach, Giftefeu) ist optisch ein eher unscheinbarer Strauch und kommt vorwiegend im südöstlichen Teil von Nordamerika vor.
Trotz des unauffälligen Aussehens enthält der Giftsumach einen äußerst gefährlichen Pflanzenwirkstoff, das Urushiol.
Urushiol ist eines der stärksten bekannten Kontaktallergene und befindet sich im Milchsaft der Pflanze. Schon leichte Berührung der Blätter von Rhus toxicodendron, von Gegenständen oder auch von Tieren die mit den Pflanzen in Kontakt gekommen sind, können starke Hautirritationen hervorrufen.
In den U.S.A. und ganz speziell an der Ostküste hat sich die rasante Ausbreitung der Pflanze zu einem echten Problemfall entwickelt. Hinzu kommt noch die harmlose Erscheinung als gewöhnlicher Strauch, die Rhus toxicodendron so zu einer für die Bevölkerung gefährlichen Giftpflanze machen. Schon Kleinkindern versucht man mit Reimen beizubringen, wie man die Pflanze erkennt und das man einen Kontakt mit deren Blättern unbedingt vermeiden sollte.
Reime wie "Leaves of three, quickly flee!" (Sind die Blätter dreiblättrig: fliehe!); "Leaves of three, let it be" (Ist es dreiblättrig, lass die Finger davon!); Berries white, poisonous sight! (Beeren weiß: du siehst Gift!) sind zwar den meisten Nordamerikanern bekannt, trotzdem werden jährlich mehr als 2 Millionen Fälle von Hautreizungen, starken Ausschlag und schweren Entzündungen im Zusammenhang mit Rhus toxicodendron registriert.
In der Regel reagieren die Menschen nach jedem weiteren Kontakt mit dem Wirkstoff immer sensibler.
In Amerika sind mehr als 70% der Bevölkerung gegen Rhus toxicodendron allergisch. Systematisch versucht man die Ausbreitung der Pflanze in den stark betroffenen Bundesstaaten einzudämmen. Bis jetzt waren aber alle durchgeführten Präventivmaßnahmen erfolglos.
In der früheren Geschichte galten Grundstücke, in deren Gärten man Rhus toxicodendron fand, als verhext. Die Bewohner litten meist ohne Grund an Rheumatismus. Solche Grundstücke fanden kaum Käufer.
Heute weiß man, dass die Pflanze neben dem extremen Ausschlag auch starke Gelenkschmerzen verursacht.
Auf Tiere z.B. Hasen, die den Strauch in strengen Wintern benagen, wirkt das Gift sofort tödlich.
Pferde und Rinder dagegen macht das Fressen der Blätter von Rhus toxicodendron nichts aus.
Auch heute noch erleiden Grundstücke mit großflächigem Bewuchs von Giftsumach einen deutlichen Wertverlust. Die Beseitigung der Pflanzen ist sehr aufwendig und teuer und selten von hundertprozentigem Erfolg gekrönt.
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie viel Wissenswertes und Interessantes über Rhus toxicodendron, über die Anwendung der Pflanze in der Medizin als homöopathisches Heilmittel, über deren Geschichte sowie auch über die Gefahren in der Natur und wie man sich davor schützt.
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